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Digitaler DGNB Jahreskongress 2026 zum ersten Mal dreitägig

Digitaler DGNB Jahreskongress 2026 zum ersten Mal dreitägig

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Vom 3. bis 5. März 2026 veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. wieder ihren digitalen Jahreskongress. Am ersten Tag geht es insbesondere um die Umsetzung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf globaler, nationaler und kommunaler Ebene. Neben Sustainable Finance und dem Bauturbo stehen am zweiten Veranstaltungstag die Themen Architektur und Suffizienz im Fokus. Erstmals erweitert die DGNB ihren Jahreskongress um einen dritten Kongresstag, der sich gezielt mit internationalen Aspekten des nachhaltigen Bauens beschäftigt. Die Teilnahme am DGNB Jahreskongress ist kostenlos.

„Mit jeweils rund 2.000 Teilnehmenden hat sich der DGNB Jahreskongress in den letzten fünf Jahren als zentrale digitale Konferenz rund um das nachhaltige Bauen im deutschsprachigen Raum etabliert”, sagt Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. „Die Veranstaltung ist eine wertvolle Plattform für relevante Perspektiven und Impulse zu dem breiten Themenspektrum, das die DGNB und ihr Netzwerk umtreibt. Dies wird mit der Erweiterung um einen zusätzlichen internationalen Tag noch weiter verstärkt.”

Teilnehmende, die das komplette Programm verfolgen, sind beim DGNB Jahreskongress ebenso erwünscht wie diejenigen, die einzelne Slots besuchen. Während an den ersten beiden Tagen ein Großteil des Programms auf Deutsch ist, findet der internationale Tag am 5. März in englischer Sprache statt. Los geht es an allen Tagen um 10 Uhr.

Jeweils kurz vor der Mittagspause des ersten und zweiten Kongresstages findet beim DGNB Jahreskongress zusätzlich eine Open Stage statt. Bei dieser präsentieren sich zahlreiche Mitgliedsorganisationen der DGNB dem interessierten Publikum im Schnelldurchlauf.

Tag 1: Klimaschutz auf globaler, nationaler und kommunaler Ebene

Am ersten Kongressvormittag steht das Thema Klimaschutz im Fokus. Es wird beleuchtet und diskutiert, was auf globaler Ebene passiert und wie sich das auf die europäische und nationale Ebene überträgt. Dabei geht es konkret um die Frage, was alles bereits gemacht wird – den aktuellen politischen Diskussionen und der fehlenden Priorisierung im Bereich Klimaschutz zum Trotz. Mit dabei sind die Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe Barbara Metz, Oliver Rapf vom Buildings Performance Institute Europe und Prof. Dr. Martin Pehnt vom ifeu Institut für Energie und Umweltforschung Heidelberg.

Am Nachmittag des 3. März richtet sich der Blick auf die Herausforderungen von Kommunen und Ländern mit der Frage, wie nachhaltiges Bauen wirtschaftlich umgesetzt werden kann. Gabriele Pfründer, die beim Gebäudemanagement Schleswig-Holstein für den Landesbau verantwortlich ist, hält hierzu einen Einstiegsimpuls und spricht in einem Themenraum mit dem ersten Bürgermeister von Heidelberg, Jürgen Odszuck, sowie Reiner Nagel von der Bundesstiftung Baukultur. „Maximaler Impact bei minimalem Aufwand: Wie viel Vereinfachung verträgt das Zertifizieren” ist die Überschrift der abschließenden Gesprächsrunde an diesem Tag, bei der die ersten Erfahrungen im Umgang mit der neuen Version 2023.2 des DGNB Systems für Neubau im Mittelpunkt stehen.

Tag 2: Sustainable Finance, beispielhafte Bauten und klimaangepasste Bauweisen weltweit

Der zweite Kongresstag startet mit einer Gesprächsrunde, die sich mit der Frage beschäftigt, wie Kommunen die neu geschaffenen Möglichkeiten des Bauturbos sinnvoll für sich nutzen können. Anschließend diskutieren Vertreter verschiedener Banken, welche Rolle ihr Sektor bei der Transformation im Bauen einnimmt. Den Vormittag beschließt der Themenraum „Kostendebatte reloaded: Wie viel Wahrheit im Mehrkosten-Mythos des nachhaltigen Bauens steckt”. Mit dabei sind mit Jens Böhnlein (Siemens Healthineers), Thomas Kraubitz (Buro Happold) und Nicole Wallner (Ten Brinke) gleich drei Mitglieder des DGNB Präsidiums.

Das Nachmittagsprogramm am 4. März startet mit dem Thema Umbaukultur und einer Vorstellung der Mehrzweckhalle Ingerkingen durch Kilian Juraschitz vom Atelier Kaiser Shen. Das Gebäude wurde im November 2025 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur ausgezeichnet. Der nachfolgende Themenraum, an dem unter anderem DGNB Präsident Prof. Amandus Samsøe Sattler teilnimmt, steht unter dem Motto „Verantwortung 2.0: Was Suffizienz als Leitlinie in der Architektur bewirken kann”.

Um die globale Initiative SHIFT – Southern Heritage and Insights for Transformation geht es in der abschließenden Gesprächsrunde dieses Kongresstages. Die beiden SHIFT-Botschafter Rosie Paul (Masons Ink) sowie Illya Azaroff (Präsident des American Institute of Architects) erläutern die Chancen und Herausforderungen, die sich aus dem Klimawandel und anderen globalen Krisen ergeben. Sie diskutieren, wie diesen mit lokal angemessenen Architekturpraktiken begegnet werden kann und inwieweit wir vom globalen Süden lernen können.

Tag 3: Internationaler Tag beim DGNB Jahreskongress

Als neuen festen Bestandteil beim DGNB Jahreskongress wird es ab sofort einen eigenen Tag geben, der sich ausschließlich internationalen Themen rund um das nachhaltige Bauen und der dazugehörigen Zertifizierung widmet. Dabei gibt es unter anderem Einblicke in Märkte ausgewählter DGNB Systempartner und Impulsgespräche mit Pionieren der Nachhaltigkeitszertifizierung im Ausland. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten zählen die EU-Taxonomie sowie das Thema Wissensvermittlung im internationalen Kontext.

„Mit dem internationalen Tag tragen wir dem globalen Wachstum der DGNB Zertifizierung Rechnung”, erklärt Lemaitre. „Der Tag dient dem Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer über nationale Grenzen hinweg und soll motivieren, das ambitionierte nachhaltige Bauen länderübergreifend weiter zu fördern.”

Teilnahme kostenlos über digitale Plattform

Die Teilnahme am DGNB Jahreskongress ist kostenlos und erfolgt über die Anmeldung auf der DGNB Website unter www.dgnb.de/jahreskongress. Dort ist auch das vollständige Programm in der Übersicht dargestellt.

Der DGNB Jahreskongress 2026 ist von der Architektenkammer Baden-Württemberg als Fort- und Weiterbildungsveranstaltung anerkannt und bei der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen zur Anerkennung eingereicht. Teilnehmende, die am 3. und 4. März an allen Programmpunkten des Kongresses (mit Ausnahme der Open Stage) teilnehmen, erhalten im Anschluss an den Kongress acht Fortbildungsstunden. Ihre Teilnahmebestätigung können sie direkt bei der Anmeldung anfordern.

 

Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V.

2007 gegründet, ist die DGNB heute mit über 2.800 Mitgliedsorganisationen Europas größtes Netzwerk für nachhaltiges Bauen. Ziel des Vereins ist es, Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft zu fördern und im Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit zu verankern. Mit dem DGNB Zertifizierungssystem hat die unabhängige Non-Profit-Organisation ein Planungs- und Optimierungstool zur Bewertung nachhaltiger Gebäude und Quartiere entwickelt, das dabei hilft, die reale Nachhaltigkeit in Bauprojekten zu erhöhen. Dabei fußt das DGNB System auf einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnis, das die Umwelt, den Menschen und die Wirtschaftlichkeit gleichermaßen einbezieht. Über die Fort- und Weiterbildungsplattform DGNB Akademie wurden zudem bereits mehr als 11.000 Personen in über 60 Ländern zu Experten für nachhaltiges Bauen qualifiziert.

Weiteres Bildmaterial online unter www.dgnb.de/pressebilder