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Finalisten der DGNB Sustainability Challenge stehen fest

Finalisten der DGNB Sustainability Challenge stehen fest

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Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. hat die Kandidaten für die Endausscheidung ihrer diesjährigen Sustainability Challenge bekanntgegeben. Jeweils drei

Forschungsprojekte, Start-ups und etablierte Unternehmen mit Produktinnovationen im Bereich des nachhaltigen Bauens treten am 25. Juni 2019 gegeneinander an. Den Rahmen bildet der DGNB Tag der Nachhaltigkeit, der erstmals in Stuttgart stattfinden wird. 

„Die Finalisten zeigen mit ihren Ansätzen und Lösungen die enorme Themenvielfalt des nachhaltigen Bauens“, sagt Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB und Teil der Jury.

Gemeinsam mit den Mitgliedern des DGNB Innovationsbeirats wählte sie die neun Kandidaten der Sustainability Challenge aus rund einhundert Bewerbungen aus. „Die große Bandbreite und Qualität der Einreichungen sind ein guter Beleg für die Innovationskraft der Branche“, so Lemaitre.

Kategorie „Innovation“

In der Kategorie „Innovation“ qualifizierten sich die DAW SE, die INTEWA GmbH und die strohlos Produktentwicklung GmbH. DAW wurde für ihre auf Leindotter basierenden Lasuren und Holzöle ausgewählt, die einen Beitrag zur Biodiversität und zur Stärkung des Ökosystems leisten. Für einen fast geschlossenen Wasserkreislauf sorgt die dezentrale Systemlösung zur Aufbereitung von Regen- und Grauwasser von INTEWA. Dabei wird bis zu 95 Prozent Trinkwasser eingespart. Nominiert für ihre unterschiedlich anwendbaren Platten aus einjährig nachwachsenden Rohstoffen ist strohlos Produktentwicklung.

Kategorie „Start-up“

Die Finalisten in der Kategorie „Start-ups“ sind die Green Hydrogen Esslingen GmbH, materialrest24.de und die vilisto GmbH. Die Green Hydrogen Esslingen GmbH errichtet und betreibt eine Power-to-Gas-Anlage als Herzstück des klimaneutralen Stadtquartiers Esslingen Weststadt. Dabei wird unter anderem grüner Wasserstoff für Mobilität, Industrie und die Rückstromversorgung genutzt. Ein „virtuelles Lager“ für ungenutztes Baumaterial von Handwerksunternehmen bietet die

Online-Plattform materialrest24.de. Von vilisto kommt ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Wärmemanagement für Nichtwohngebäude für eine vollautomatische, vorausschauende und bedarfsgerechte Steuerung von Heizkörpern.

Kategorie „Forschung“

Nominiert in der Kategorie „Forschung“ ist das Projekt BauCycle, das eine ganzheitliche

Verwertungsstrategie für Bauschutt und dessen Feinfraktion erforscht. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Fraunhofer-Institute IBP, IML, UMSICHT und IOSB. Weiterer Finalist ist ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt von Arup, Mogu und Ardex, bei dem ein modulares Material- und Bausystem für den Innenausbau entwickelt wurde, das den Bioverbundwerkstoff Myzelium nutzt. Hinzu kommt die Agricultural Lighting Facade, mit der ein ganzjähriger Gemüseanbau hinter Glasfassaden in

Gebäuden ermöglicht wird. Hinter dem Projekt stehen der Architecture Research Incubator, die

Professur Green Technologies in Landscape Architecture sowie der Lehrstuhl für Raumkunst und Lichtgestaltung von der Technischen Universität München. Ebenfalls beteiligt sind das Ingenieurbüro

Hausladen und Barthelme LED Solutions.

Publikum entscheidet über die Gewinner

Wer sich aus den Finalisten in den drei Kategorien durchsetzen wird, zeigt sich am 25. Juni 2019 im FORUM Haus der Architekten in Stuttgart. Im Rahmen des DGNB Tags der Nachhaltigkeit präsentieren sich die Kandidaten ab 14:30 Uhr in Impulsvorträgen und an einem eigenen Ausstellungsstand. Das Publikum bestimmt anschließend die Preisträger, die noch im Rahmen der Veranstaltung bekanntgegeben werden.

Eine Anmeldung zum DGNB Tag der Nachhaltigkeit, der noch die Mitgliederversammlung des Vereins und ein abschließendes Sommerfest umfasst,  ist online unter www.dgnb.de/tdn19 möglich.

Medienvertreter können sich separat per E-Mail an f.jansen@dgnb.de kostenlos registrieren.

Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V.

2007 gegründet, ist die DGNB heute mit rund 1.200 Mitgliedsorganisationen Europas größtes

Netzwerk für nachhaltiges Bauen. Ziel des Vereins ist es, Nachhaltigkeit in der Bau- und

Immobilienwirtschaft zu fördern und im Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit zu verankern. Mit dem

DGNB Zertifizierungssystem hat die unabhängige Non-Profit-Organisation ein Planungs- und Optimierungstool zur Bewertung nachhaltiger Gebäude, Innenräume und Quartiere entwickelt, das dabei hilft, die reale Nachhaltigkeit in Bauprojekten zu erhöhen. Dabei fußt das DGNB System auf einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnis, das die Umwelt, den Menschen und die Wirtschaftlichkeit gleichermaßen einbezieht. Über die Fort- und Weiterbildungsplattform DGNB Akademie wurden zudem bereits mehr als 3.500 Personen in fast 40 Ländern zu Experten für nachhaltiges Bauen qualifiziert.

Bildmaterial online unter www.dgnb.de/de/aktuell/pressemitteilungen

Abdruck frei – Belegexemplar an Pressestelle erbeten